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Clean Desk Policy
Eine Clean Desk Policy verpflichtet Beschäftigte, den Arbeitsplatz am Ende des Tages vollständig zu räumen – Voraussetzung für Desk Sharing und zugleich eine Informationssicherheitsmaßnahme.
Kurz gesagt
Eine Clean Desk Policy ist eine verbindliche Regel, den Arbeitsplatz am Ende des Arbeitstages vollständig zu räumen: keine Dokumente, keine Geräte, keine persönlichen Gegenstände. Sie ist die organisatorische Voraussetzung für Desk Sharing und zugleich eine Maßnahme der Informationssicherheit, weil vertrauliche Unterlagen nicht offen liegen bleiben.
Zwei Begründungen, ein Regelwerk
Die Clean Desk Policy wird aus zwei Richtungen begründet, die selten zusammen gedacht werden. Aus Sicht des Desk Sharing ist sie schlicht notwendig: Ein Platz, auf dem noch die Unterlagen des Vortags liegen, ist nicht buchbar. Aus Sicht der Informationssicherheit verhindert sie, dass vertrauliche Dokumente, Notizen mit Zugangsdaten oder unverschlossene Geräte über Nacht zugänglich sind – ein Punkt, der in ISO-27001-orientierten Managementsystemen regelmäßig auftaucht.
Was eine praxistaugliche Regel enthält
Erfahrungsgemäß vier Elemente: eine klare Aussage, was am Ende des Tages vom Tisch muss; eine Lösung für Stauraum, meist persönliche oder buchbare Spinde; eine Regel für mehrtägige Projektarbeit, etwa reservierbare Projektflächen; und eine Aussage dazu, wer bei Verstößen wie reagiert. Ohne den zweiten Punkt scheitert die Regel fast immer – man kann Menschen nicht zum Räumen verpflichten, ohne ihnen einen Ort dafür zu geben.
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